Bärenbach wo es füher einmal war


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Wie aus den alten, noch vorgefundenen Akten zu sehen ist, stand Bärenbach 413 Jahre lang an einer anderen Stelle, nämlich dem heutigen Steinbach; bis zum Jahr 1647 zur Zeit des 30-jähringen Krieges. Aus Überlieferungen her können wir sogar ungefähr die Stelle aufzeigen, an der damals ein Gebäude gestanden haben soll, das auch heute noch für viele Gemeinden den Mittelpunkt darstellt, das Backhaus. Das linke Foto ist von der Kälberheide her fotografiert und zeigt Steinbach, wie es sich uns heute darbietet. Hier sind fünf Obstbäume zu sehen. Ungefähr 30 m in die Richtung des jetzigen Bärenbachs soll einst das alte Backhaus gestanden haben. Von den Obstbäumen aus betrachtet, fast 90° gedreht, in Richtung des heutigen Rückhaltebeckens, ging ein breiter Hohlweg der die Erde ca. einem Meter tief einschnitt. Er begann an der "Bärenbach" und reichte bis oberhalb dieser fünf Obstbäume. Dabei verlief er leicht schräg in Richtung des neuen Bärenbachs. Dieser Hohlweg wurde erst im 19. Jahrhundert zugeschüttet, um mit den landwirtschaftlichen Maschinen eine ebene Fläche bewirtschaften zu können. Auf Steinbach werden, auch heute noch, bei Ackerarbeiten, alte Mauerreste und schweres Gebälk von Gebäuden gefunden. Besonders viele Überreste kamen durch die Umstellung in der Landwirtschaft zutage. Als man die Pflüge nicht mehr von den Ochsen ziehen lies und auf Traktoren umstieg, ackerte man mit den modernen Pflügen die Erde viel tiefer um als dies in den letzen 250 Jahren davor üblich war. Dadurch wurden Dinge ans Tageslicht gebracht, die lange Zeit verschüttet waren. Beim Aushub des Rückhaltebeckens fand man einen schweren Eichenbalken, der noch lange in Bärenbach aufbewahrt wurde. Man erzählte sich, dass dieser Balken einst von der Rindertränke des alten Bärenbach stammte.
Der Grund des Ortswechsels vom alten zum neuen Bärenbach war wahrscheinlich die Pest. Die Pest, die in der Zeit des 30-jährigen Krieges weite Teile Europas heimsuchte und das Leben ganzer Regionen auslöschte, traf auch Bärenbach.


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