Nachkriegszeit


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Die Militärregierung ordnete im Januar 1946 eine groß angelegte Volkszählung an. Demnach zählte Bärenbach 282 Einwohner, inklusive der evakuierten Menschen.
Das Jahr 1946 brachte für unsere Bevölkerung keine Besserung, im Gegenteil: Auch die Bärenbacher merkten, dass der verlorene Krieg schlimme Folgen hatte. Die Abgaben erhöhten sich immer mehr. Auch das Ausgangs-Sperrverbot blieb bestehen. Die Kriegsgefangenen, mit Ausnahme von schwer erkrankten, kehrten nicht zurück. Naziführer wurden verhaftet und zuerst in Idar-Oberstein, danach in Diez festgesetzt. Aus Bärenbach wurde der frühere Ortsgruppenleiter Reinhold Barth nach Idar-Oberstein abgeführt, wurde aber nach sechs Monaten wieder freigelassen. In Folge der allgemeinen Notlage wurden die niedrigsten und hässlichsten Instinkte im Menschen geweckt. Gemeinen und hinterlistigen Gerüchten lieh man willig das Ohr. Man kannte keine Hemmungen mehr. Es folgte Anzeige auf Anzeige bei den deutschen Behörden und der Militärregierung. Die Folge waren Hausdurchsuchungen, Bestrafungen und Inhaftierungen. So wurde der eben aus der Kriegsgefangenschaft heimgekehrte Erich Herrmann, der bei der Waffen-SS diente, sofort verhaftet und nach Diez ins Lager gebracht. Frau Barth und Paula Fellenzer wurden verhaftet und nach Traben-Trabach ins Gefängnis gebracht, nur weil sie angeblich ein in der Scheune gefundenes Soldaten-Gewehr im Wald vergrabenen hatten. Während Paula Fellenzer nach drei Monaten wieder entlassen wurde war Frau Barth noch längere Zeit inhaftiert. In Bärenbach fanden drei Hausdurchsuchungen statt: Bei Heinrich Litz, in der Schule und bei Peter Dillmann.
Am einschneidendsten in den landwirtschaftlichen Betrieben in Bärenbach war die erhöhte Viehabgabe. Sämtliche Pferde aus Bärenbach mussten bis auf zwei, nämlich die von Felix Schmidt und Heinrich Fritz, welche abwechselnd die Milch zur Molkerei bringen mussten, abgegeben werden. Bei nur einer Viehbesichtigung wurden vier Zuchtkühe, 40 Kühe und 42 Rinder beschlagnahmt. Doch damit nicht genug. Bärenbach wurde von einem schweren Unwetter mit Hagelschlag heimgesucht. Das Unwetter kam nachmittags am 3. Juli 1946 von Kirchberg her und hielt genau auf die Gemarkung Bärenbach zu, wie 37 Jahre zuvor schon einmal. Während des Unwetters wurde 70 bis 75 Prozent der gesamten Ernte vernichtet. Auch die gesamte Obst und Beerenernte fiel dem Hagelschlag zum Opfer. Am schwersten wurden die Teile der Gemarkung getroffen, die in Richtung Sohren lagen. Die Teile, die mehr noch Hahn hin lagen wurden wenig in Mitleidenschaft gezogen. Aber auch hiermit nicht genug: Durch die Wildschweine wurde ein weiterer Schaden von etwa zehn Prozent herbeigeführt. Der Ernteausfall betrug nach amtlicher Schätzung etwa 80 Prozent der Gesamternte. Eine Abgabe konnte aus diesen Gründen nicht erfolgen und wurde ausgesetzt. Es wurde eine Saatgutbeschaffung durch die Behörden bewilligt. Auch ein Ausgleich der Getreideversorgung innerhalb des Ortes wurde durchgeführt. Und hierbei erwies sich, dass die Bärenbacher immer noch zusammenhielten.
Auch auf politischer Ebene sollte sich in Bärenbach einiges ändern. Der Gemeindevorsteher Wilhelm Herrmann dankte ab. Als Nachfolger trat Felix Lamby an die Stelle des Ortsbürgermeisters. Der Vertrauensmann Adolf Theiß blieb.
Da das Hitler-System versagt hatte sollte das Volk jetzt eine eigene Regierung auf demokratischer Grundlage bilden. Folgende Parteien wurden in Bärenbach aufgestellt und genehmigt:
die christlich Demokratische Partei (CDP)
die sozialdemokratische Partei (SPD)
die kommunistische Partei (KDP)
die liberale Partei kam für Bärenbach nicht in Betracht
Am 13.9.1946 schritten die Bärenbacher erstmals nach dem Krieg zu einer demokratischen Wahl ins Wahllokal in der Schule. Ein eindeutigeres Wahlergebnis war wohl nicht zu erlangen. Von den 168 Stimmberechtigten wählten 158. Das sind 94 Prozent. Alle Stimmen waren gültig und stimmten für die CDP. Demnach kam nur ein Wahlvorschlag in Frage. Gewählt wurden:
Hugo Gräff
Peter Dillmann
Ernst Göhrhardt
Peter Herrmann
Josef Roth
Alois Roth
Diese sechs Männer wählten am 20.9.46 den Gemeindevorsteher. Die Wahl fiel auf Ernst Göhrhardt. Er nahm die Wahl an und wurde vom Landrat bestätigt. Stellvertreter wurde Alois Roth. Vertrauensmann wurde Peter Dillmann.
Am 13.11.46 folgten dann die Kreistagswahlen. Von den 168 Wahlberechtigten wählten wiederum 158. Diesmal waren zwölf Stimmen ungültig. Folgendes Wahlergebnis wurde erreicht:
122 Stimmen für CDP
14 Stimmen für SPD
10 Stimmen für KDP
Aus dem Amt Büchenbeuren wurden zwei Abgeordnete in den Kreistag gewählt: Dr. Schüler aus Büchenbeuren und Endres aus Belg.


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Auch 1947 ließ sich auf Bärenbach das Sprichwort anwenden: „Ein Unglück kommt selten allein“. Denn die schlechte und wechselhafte Witterung und die ungünstige Lage nach dem verlorenen Krieg machten es den Bärenbachern schwer. Der Winter war lang und streng. Von Dezember bis Februar herrschte anhaltendes Frostwetter. Der Frühling dagegen war mild. Er schien die Härten des Winters auszugleichen. Die Saaten auf den Feldern und die Obstbäume standen gut und voller Hoffnung sahen die Bauern und vor allem die hungernde Stadtbevölkerung der Zukunft entgegen. Dann setzte ein Sommer ein, der sich nur mit den Jahren 1893, 1911 und 1921 vergleichen lies. Die Sonne meinte es zu gut. Tagestemperaturen von über 50 Grad Celsius wurden erreicht. Mensch und Vieh konnten sich nur morgens und abends im Freien aufhalten. Das Land dörrte aus. Sogar die Wälder, denen wir sonst den Regen verdankten welkten nur so dahin. Auch die Winde von Norden blieben aus. So kam es, dass an manchen Tagen schwere Wolken über unser Land zogen, aber keinen Regen brachten. Die Blätter der Pflanzen hingen schlaff zu Boden. Die Heuwagen zeigten nicht die gewohnte Fülle. Auf manchen Wiesen wurde erst gar kein Heu gemäht. Das Getreide wurde früh reif und wurde bereits im Juli geerntet. Am schlimmsten wirkte sich die Dürre auf die Kartoffelernte aus. Bärenbach konnte wegen des schweren Lehmbodens noch vom Glück Reden. In anderen Gegenden erntete man Kartoffeln in Walnussgröße. Am 19. September setzte unserer Wasserleitung aus, wie damals im Jahre 1921. Die Quellen waren versiegt. Die Bevölkerung holte sich für den eigenen Verbrauch und für das Vieh das Wasser am Dorfbrunnen und aus dem Bärenbach. Einige kleine Quellen wurden in den umliegenden Wiesen gefasst. Wegen des großen Andrangs gingen die Bewohner schon morgens um 4 Uhr zum Brunnen, um sich Wasser zu holen. Die Wasserknappheit hörte erst an den ersten Frosttagen im Dezember auf. Und erst kurz vor Weihnachten, am 17. Dezember konnten sich die Bärenbacher wieder der Wasserleitung bedienen. Das Ende des Jahres brachte an Feuchtigkeit alles, was in den Sommermonaten versäumt war. Es regte in Strömen. Ein starker Sturm trat auf. Die Dächer und Flüsse schwollen an und traten über ihre Ufer. In den Flusstälern gab es große Überschwemmungen. Der Winter dagegen war nicht sehr streng.
Hinsichtlich der Ernährung brachte das Jahr 1947 keine Besserung. Es wurden immer noch Lebensmittelkarten ausgegeben. Kein Normalverbraucher konnte von diesen zugeteilten Rationen leben. Auf der anderen Seite wiederum konnte kein Bauersmann sich irgendwelche Kleider oder Schuhe kaufen. So waren alle gezwungen sich auf illegalen Wege die Waren zu besorgen, die gerade benötigt wurden. Für eine Gans erhielt man ein paar Schuhe, aber man konnte auch Speck und Fett gegen andere Waren eintauschen. Das 11. Gebot ist das Gebot, das in dieser Zeit jeder kannte und praktizierte hieß: " Du darfst alles, lass dich aber nicht erwischen.". Der Schwarzmarkt bot alles, aber zu unerhörten Preisen. So kostete etwa ein Brot 30 bis 50 DM, ein Paar Schuhe 600 DM, ein Pfund Butter 250 bis 300 DM, ein Ei 3 bis 8 DM., eine Zigarette bis zu 7 DM. Einen Anzug bekam man etwa für 800 bis 1000 DM. Getauscht wurde das, was man in dieser Region gerade zur Verfügung hatte. So wurde an der Mosel 1 bis 2 Liter Schnaps gegen 1 Liter Öl getauscht. Das meiste Vieh, wie etwa Ferkel, Lämmer, Schweine oder Hühner und Gänse ging hier meistenteils in Richtung Mosel und wurde dort gegen Wein oder Schnaps eingetauscht. Angesichts dieser Missstände war jeder froh als Rheinland-Pfalz endlich eine Regierung bekam. Jedermann hoffte, dass diese Missstände endlich behoben wurden. Trotz der großen Dürre waren die Abgabepflichten der Landbevölkerung sehr hoch. Bärenbach hatte für das Rechnungsjahr 1947/48 an Erzeugnissen abzuliefern:
420 Zentner Fleisch
360 Zentner Getreide
340 Zentner Hafer
3000 Zentner Kartoffeln.
Die Bauern taten ihre Pflicht. Aber viel blieb Ihnen für den eigenen Verbrauch nicht. Wegen des Futtermangels wurden die Schweine massenweise geschlachtet. Die restlichen wurden mit Heusamen und Abfällen durchgefüttert. Aber der geringe Bestand gab Anlass zur Besorgnis. Trotz der schlechten Lage blickten die Bärenbacher doch mit Optimismus in die Zukunft. Viele glaubten, die Talsohle wäre nun erreicht und es müsste nun bergauf gehen. Diesen Weg mochten alle noch einmal beschreiten.


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Ähnlich wie nach dem Ersten Weltkrieg durften auch nach dem vergangenen Krieg die Soldaten, die sich bei Einstellung der Feindseligkeiten in den Ländern der Sieger befanden, nicht gleich in ihre Heimat zurückkehren. Erst nach und nach trafen sie bei ihren Familien ein. Viele Gefangene und ihre Angehörigen mussten mehr als vier Jahre Geduld aufbringen. Zwei Einwohner fanden noch in der Gefangenschaft den Tod: Heiles und Hermann. Felix Müller kam im Sommer 48 und Otto Hermann dann im Herbst 48 aus russischer Gefangenschaft zurück.
Dem Klima nach brachte das Jahr 1948 das genaue Gegenteil des vorangegangenen Jahres. Milder Winter – günstiger Frühling - nasser Sommer – und einem goldenen Herbst.
Wirtschaftlich wurde das Jahr durch ein umwälzendes Ereignis bestimmt. Seit dem unglücklichen Ausgang des Krieges war das Vertrauen in die deutsche Währung immer mehr gesunken. Die Preisentwicklung nahm inflatorischen Charakter an. Praktisch hatte das Geld überhaupt keinen Wert mehr. Tauschen konnte man nur noch mit Gütern. Da ordneten die Besatzungsbehörden zum 20. Juni eine Währungsreform an. Dies galt für alle drei Westzonen. In der Ostzone wurde bald darauf auch eine ähnliche Reform durchgeführt. Die Reichsmark wurde in deutsche Mark im Verhältnis 10:1 abgewertet. Pro Kopf wurden 60 Mark als Quote in bar umgewechselt, während die übrigen Guthaben auf ein Sparkonto verbucht wurden. Diese Gutschriften unterlagen später einer nochmaligen Abwertung. Das Geld konnte in Sohren in Empfang genommen werden. Für die Gehalts-, Lohn– und Renten-Empfänger, sowie für unsere Bauern bedeutete diese Abwertung praktisch den Verlust der in langen Jahren mühselig erworbenen Ersparnisse. Schnell dagegen erholten sich die Besitzer von gehorteten Waren. Durch eine rasche und hohe Preissteigerung wollten Industrie und Handel auf Kosten des kleineren Mannes ihre erlittenen Verluste wieder ausgleichen. Neben der Anordnung der französischen Behörden, dass keine weiteren Entnahmen aus ihrer Besatzungszone herausgenommen werden durften, trug die Währungsreform zu einer spürbaren Sanierung unserer Wirtschaftsverhältnisse bei. Den öffentlichen Kassen gerieten alle flüssigen Mittel in Verlust. Bärenbach verlor eine Barrücklage von 160000 Reichsmark. Nach den gemachten Erfahrungen strebte die Gemeinde nunmehr eine feste Anlage ihres Vermögens an. Im Sommer wurde die Schule und die Lehrerwohnung gründlich renoviert. Für das nächste Jahr wurde der Bau eines neuen Backes und die Asphaltierung der Dorfstraße geplant. Die Abgabepflichten des Dorfes waren nun auch entschieden geringer. Bärenbach hatte im Jahre 48 folgende Abgaben zu leisten:
180 Zentner Brotgetreide
190 Zentner Hafer
85 Zentner Gerste
Am 14.11.48 fanden die Gemeinde-, Amtsvertreter- und Kreistagswahlen statt. Für Bärenbach wurde nur einen Wahlvorschlag eingereicht und er wurde auch mit großer Mehrheit angenommen. Als Vorsteher wurde von den sieben Gemeinderats–Mitgliedern Ernst Göhrhardt und als sein Stellvertreter Alois Roth gewählt.


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1949
Auch im Jahre 49 kehrten weitere vier Einwohner aus russischer Gefangenschaft zurück.:
Fritz Arend (Sommer 49)
Michael Kleinmann (Herbst 49)
Ferdinand Schneider (Herbst 49)
Peter Blümling (Winter 49)
Nunmehr waren alle Einwohner, die sich in Gefangenschaft befanden und mit ihren Angehörigen im Briefwechsel standen, zurückgekehrt. Doch einige Familien quälte noch die Sorge nach den Vermissten, wie etwa Emil Faller, Heiner Jung, Walter Müller und Friedrich Fellenzer.
Das Wetter im Jahre 1949 war nach dem milden und niederschlagsarmen Winter recht freundlich. Auch der Frühling brachte nicht viel Regen. Es wurde darum wenig, aber gutes Heu eingefahren. Der Sommer glich dem vorletzten (47) und zeichnete sich wieder durch große Hitze und Trockenheit aus. Als üble Folge versiegten Anfang September wieder die Wasserquellen des Dorfes. 3 Monate hindurch musste das Wasser für Mensch und Vieh mühselig herbeigeschleppt werden. Um den Einwohnern diese Arbeit zu erleichtern, ließ die Gemeinde in dem Dränagebassin im Wiesengrund eine Handpumpe anbringen. Später lies sie Grabungen durchführen um mehrere Wiesendränagen zu vereinigen und das Wasser mittels einer elektrischen Pumpe direkt in die Wasserleitung des Dorfes zu pumpen. Weil das neugewonnene Wasser nicht schmutzfrei war, sollte im nächsten Frühjahr im Wiesental, in der Nähe der Hill, ein größeres Sammelbecken mit Kläranlage gebaut werden. Damit sollte die in den vergangenen Jahren auftretenden Engpässe bei der Wasserversorgung endgültig behoben werden. In Bärenbach herrschte in diesem Jahr eine rege Bautätigkeit. Peter Meyer, der Schwiegersohn von Weirich, errichtete ein neues Wohnhaus an der Stelle des vom Brand 1944 stark beschädigten alten Hauses. Das neue Gebäude ist so geräumig, dass Meyers noch dem evakuierten Ehepaar Drechine, sowie Fräulein Rüttgens und der Familie Bügner, dem Schwiegersohn von Kleinmann bescheidene Wohnungen zur Verfügung stellen konnte. Der Schwiegersohn von Wilhelm Herrmann, Herbert Kostecki, baute oberhalb des Hahner Weges und hielt im Sommer seinen Einzug. Am Höfchen errichtete Werner Müller, der bisher in der alten Schule wohnte, ein neues Wohnhaus. Am Schwarzer Weg oberhalb der Schule, baute Egon Ahr, der Schwiegersohn von Albert Spehr ein Wohnhaus. Ferner bauten die Brüder Josef und Peter Bongart ein großes Doppelhaus am Lautzener Weg.
Aber auch die Gemeinde selbst war nicht untätig. So wurde im Jahre 1948 die alte Schule abgerissen und im Auftrag der Gemeinde ein neues Backhaus mit Gemeindesaal errichtet. Der Rohbau wurde bereits 48 ausgeführt.
Auch die Gemeinschaft im Ort wurde durch ein neuen Verein mehr zusammengebracht. Neben dem bestehenden Musikverein gründeten die Bärenbacher im Sommer 49 einem Sportverein. Als Vorstand wurden folgende Herren ausgewählt:
August Litz
Clemens Eidens
Erich Rech
Otto Stumm
Der Verein nahm bereits an den Verbandsfußballspielen des Kreises teil und zeigte, dass er gut neben den Mannschaften der benachbarten Orte bestehen konnte. Im Sommer 49 wurde das erste Sportfest in der Geschichte Bärenbachs gefeiert. Dieses Sportfest brachte den Dorf eine lustige Abwechslung und dem Verein bares Geld in die Kasse. Als Sportplatz sollte die Lehmkuhle im kommenden Jahr ausgebaut werden. Im Hinblick auf das gemeinschaftliche Leben war das Jahr 49 nach langen Jahren wieder ein außergewöhnliches Jahr für Bärenbach.
Über die Wirtschaft und die Politik lässt sich sagen, dass die im vorangegangenen Jahr durchgeführte Währungsreform einen allgemeinen Aufschwung der Wirtschaft herbeigeführt hatte. Qualitäts-Arbeit und Qualitäts-Erzeugnisse waren wieder zum Kennzeichen echten Gewerbewettbewerbs geworden. Alle Güter waren nun auch wieder zu erhalten. Nun musste nur wieder das sehr rar gewordene Geld da sein. Von Arbeitslosigkeit konnte in unserem Dorf nicht gesprochen werden. Die im benachbarten Sohren ansässige Möbelfabrik Felke nahm zur Zeit noch umfangreiche Neueinstellungen vor. In der politischen Verwaltung unseres Volkes war ebenfalls ein Fortschritt eingetreten. Die Besatzungsmächte ließen die Militärregierungen durch hohe Kommissare ablösen. Den deutschen Behörden wurden größere Freiheiten überlassen. Die von den Amerikanern, Engländern und Franzosen besetzten 11 deutschen Länder konnten sich zur Bundesrepublik zusammenschließen. Die Wahl hierzu fand am 14.8.49 statt. In Bärenbach kam folgendes Ergebnis zustande:
Wahlberechtigten waren 189 Personen
Abgegeben wurden 137 Stimmen
Ungültig waren 13 Stimmen
Hierauf entfielen auf die CDU 98 Stimmen
Auf die SPD 8 Stimmen
Auf die FDP 17 Stimmen
und auf die KPA 1 Stimme.
In den von Russland besetzten deutschen Ländern wurde daraufhin eine Deutsche Demokratische Republik gebildet. Leider wurde der Riss durch Deutschland und damit die Zweiteilung erneut befestigt. Beide Regierungen gaben jedoch die hoffnungsvolle Erklärung ab, eine gemeinsame Heimat für alle Deutschen zu erstreben.

Gründung des FC Bärenbach


1950
muss noch Übersetzt werden!

1951
muss noch Übersetzt werden!

1952
muss noch Übersetzt werden!

1953
muss noch Übersetzt werden!

1954
muss noch Übersetzt werden!

1955
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1956
muss noch Übersetzt werden!

1957
muss noch Übersetzt werden!

1958
muss noch Übersetzt werden!

1959
muss noch Übersetzt werden!

1960
muss noch Übersetzt werden!

1961
Vor dem neuen Schulgebäude wurde im Rechnungsjahr 1961 zwischen Straße und Wassergraben ein Schulgarten für beide Lehrkräfte angelegt. Der Garten ist ringsherum mit einem Drahtzaun umgeben und auf einen Trennzaun wurde verzichtet. Die Firma Peter Blühmling aus Bärenbach errichtete an der Straßenseite des Gartens eine 40 Zentimeter hohe Mauer. Gleichzeitig wurde ebenfalls gegenüber der Dienstwohnung eine mit 2 getrennten Kammern versehene Müllgrube erbaut. Im gleichen Jahr konnte der vom Kreuz aus quer zum Belger und Würricher Weg verlaufende Flurweg um einer Länge von etwa einem Kilometer ausgebaut und geteert werden. Die Gesamtkosten betrugen hierfür etwa 49.000 DM, wovon aus Mitteln des grünen Planes 32.000 DM bereitgestellt wurden. Aus eigenen Mitteln erweiterte dann die Gemeinde diese Strecke um 220 Meter, wofür die Kosten etwa 13.000 DM betrugen.

1962
Am 2. 2. 1962 ist der frühere Chronist der Gemeinde Bärenbach, der Lehrer im Ruhestand Konrad Lipowski verstorben. Er wurde am 5. 2. 1962 in Bärenbach beerdigt. Der Gemeinderat beschließt am 16. 2. 1962 auf dem Schulgrundstück 3 Garagen zu errichten. Zwei dieser Garagen sollen von den beiden Lehrern benutzt werden. Der dritte Raum ist zur Unterbringung von Sportgeräten gedacht. Für den Bau sind etwa 15.000 DM vorgesehen. Das Gebäude der ehemaligen Schule wurde von der Gemeinde am 28. 3. an den Gastwirt Albert Merz, zuletzt wohnhaft in Michelbach, Kreis Simmern, verpachtet. Umbau und Instandsetzung wurden von der Gemeinde bis zu einer Gesamtsumme von 11.000 DM übernommen, doch der Pächter hatte diesen Betrag als Miete im voraus zu zahlen. Ab dem 1. 10. 1962 übernimmt der Pächter alle Instandsetzungsarbeiten. Die Pacht läuft ab dem 1. 5. 1962 für die Dauer von 15 Jahre und ist monatlich in Höhe von 220 DM zu zahlen. Ebenfalls an 28. 3. wird der Beschluss gefasst, den Flurweg Nummer 70 in Flur 4 (Belger Weg) als Holzabfuhrweg auszubauen. An 23. 7. wurde hierzu ein Nachtrag erforderlich. Zum Ausbau sollten Gelder verwendet werden, die die Gemeinde aus Beständen des Waldes eingenommen hat. Daher stellte die Forstbehörde die Bedingung, dass der Weg nur außerhalb des Waldes ausgebaut werden dürfte, wenn gleichzeitig auch der Flurweg Nummer 76 (Würricher Weg) ausgebaut wird. Am 15.8. beschließt der Gemeinderat, Pläne zum Bau einer Kläranlage ausarbeiten zu lassen. Am gleichen Tage werden die bei er Flurbereinigung untätigen Entwässerungsgenossenschaften Bärenbach 1, Bärenbach 2 und Bärenbach 3 aufgelöst. Den Auftrag zum Bau der beiden Holzabfuhrwege erhielt am 3.9. die Firma Heinz Schnorpfeil aus Treis-Karden an der Mosel. Das Angebot lag bei 50.000 DM, ausgeführt wurde die Arbeit für 45.000 DM. Hierfür wurde als Nachtrag zum Haushaltsplan die Summe von 58.900 DM zur Verfügung gestellt. Auch das Teilstück Brücke bis Dillmann (Ortsteil Höfchen) erhielt eine neue Teerdecke. Der neue Haushaltsplan für 1963, der am 14.12. aufgestellt wurde, sieht für Einnahmen und Ausgaben 14.000 DM vor. Steuerhebesätze: Gewerbesteuer 257 %, Grundsteuer A 200 %, Grundsteuer B 220 %, Hundesteuer 9 DM, für den zweiten Hund 12 DM und jeder weitere Hund 15 DM, sowie Holztaxe 27 DM.

Brandeinsatz Lamby
Seite 161 muss noch Übersetzt werden.
Seite 166 muss noch Übersetzt werden.

1966 Gründung des Schützenvereines Adler
Im Februar 1966 fand in Bärenbach ein großes Nato-Manöver statt. Der durch Panzer und Autos entstandene Schaden betrug etwa 60.000 DM. Am 1. Dezember fand wieder einmal ein Lehrerwechsel statt. Nachdem Herr Lehrer Wernick 15 Monate in Bärenbach tätig war, wurde er in den Heimatort seiner Ehefrau versetzt. Unser jetziger Lehrer, Herr Wagner, hat wohl die Absicht, für längere Zeit hier zu bleiben. Er kommt aus Bergweiler bei Wittlich (Eifel). In diesem Jahr wurde auch das 9. Schuljahr eingeführt. Die Kinder dieses Schuljahres besuchen die Konfessionsschule in Sohren. Sie werden mit einem Autobus zur Schule gebracht.

1967
In unserem Ort war in diesem Jahr kaum etwas von einer Bautätigkeit zu merken. Im Herbst gab es nun auch etliche Arbeitslose. Die Landwirte können wieder mal zufrieden sein, denn die Ernte war gut und reichlich. Die Wasserversorgungsanlage wurde vervollständigt, indem ein Hochbehälter von 200 m⊃3; gebaut wurde. Innerhalb des Ortes wurde das Hauptrohrnetz erweitert. Auf dem Höfchen wurde eine neue Leitung verlegt, um der Wäscherei Busch einen höheren Wasserdruck zu verschaffen. Kostenpunkt: 220.000 DM.
Der Haushaltsplan belief sich im ordentlichen Haushalt 146.970 DM
Im außerordentlichen Haushalt 266.000 DM
Summe: 412.970 DM
Es wurden auch 1.100 m Feldwege ausgebaut und mit einer Teerdecke versehen. Kostenpunkt: 58.000 DM. Die Gemeinde erhielt vom Land und vom Bund einen Zuschuss in Höhe von 36.000 DM.
Erstmalig in der Geschichte von Bärenbach konnte eine Primisfeier stattfinden. Am 4. März wurde der Sohn unserer Gemeinde „Gabriel Nagel“ vom Orden der Heiligen Familie aus Ravengiersburg zum Priester geweiht. An dieser Feier beteiligte sich die ganze Gemeinde, das heißt, beide Konfessionen und der evangelische Pfarrer. Es war bewundernswert, wie jeder einzelne mithalf, das Fest zu gestalten. Am 2. Osterfeiertag versammelten sich die geladenen Gäste und alle Bewohner von Bärenbach. Kaffee und Kuchen stellten die Bewohner. Die Gemeine schenkte dem Primisianten ein Tonbandgerät. Auch überreichten beide Vereine ein Geschenk. Doch auch bei diesem einmaligen Fest hatte der Teufel die Hand im Spiel. In der Nacht vorher wurde der Schmuck vom Elternhaus unseres Primisianten größtenteils abgerissen und das Auto seines Bruders schwer beschädigt. Der Glanz des Festes am nächsten Nachmittag wurde durch diese Schandtat jedoch nicht getrübt.

1968
In diesem Jahr wurden vier neue Wohnhäuser gebaut und auch noch etliche Wirtschaftsgebäude. Die Wasserversorgungsanlage wurde auch fertiggestellt. Unser Ort hat jetzt zwei Anlagen. Die alte wurde bereits 1911 gebaut. Die neue Anlage besteht aus einer Schürfung und einer Tiefenbohrung (37 m). Durch die Baumaßnahmen in letzter Zeit war das Wasser sehr verschmutzt und daher nur in abgekochtem Zustand genießbar. Dadurch war auch eine Entwässerungsmaßnahme notwendig geworden. Es war das Einzugsgebiet entwässert und somit ein altes Übel aus der Welt geschafft. Der Weg zu dem Hochbehälter wurde wieder neu gebaut. Das war auch ein Vorteil für die Landwirtschaft. Kostenpunkt: 65.000 DM. Die Gemeinde erhielt von Land einen Zuschuss von 15.800 DM und vom Bund 14.200 DM. Der Haushaltsplan belief sich im ordentlichen Plan auf 141.100 DM, im außerordentlichen Haushaltsplan auf 151.00 DM. Im II. außerordentlichen Haushaltsplan vermindert sich die Summe durch Einnahmen aus dem Holzverkauf. Zuschüsse und Einsparungen betragen im ordentlichen Plan 49.500 DM. Die Vorbereitungen für den Bau einer Leichenhalle sind auch schon getroffen. Die Finanzierung ist ebenfalls schon sichergestellt.

1969 Neubau des Sporthauses
Mittwoch, 08.10.1969 (Zeitungsartikel)
„Ein Haus aus eigener Sportler-Kraft“
Die Bärenbach zogen in ihr neues Clubhaus ein / Schlichte Feierstunde
„Die Sportler aus der kleinen Hunsrückgemeinde Bärenbach haben jetzt in Dach über dem Kopf. Aus eigener Kraft, jedoch mit finanzieller Unterstützung öffentlicher Stellen, haben die Bärenbacher Sportler sich ein Sporthaus geschaffen, das sich sehen lassen kann. Dieser Tage nahm der FC sein neues Clubhaus in Besitz.
Der Vorsitzende des FC Bärenbach, Alfons Gräf, führte die Gäste mit sichtlichem Stolz durch die Räume, die zwar noch nicht ganz fertiggestellt waren, aber dennoch deutlich erkennen ließen, dass es sich um zweckdienlich eingerichtete Zimmer handelt. Dem großen Mannschaftsumkleideraum schließen sich Duschraum, WC und ein kleines Zimmer für den Schiedsrichter an, dessen Fenster noch nicht einmal vergittert wurden. (!)15.500 DM, so erklärte uns der Vorsitzende, hat das Sporthaus gekostet. Je 2.000 DM steuerten dazu die Gemeinde Bärenbach und der Kreis zu und beim Sportbund liegt noch ein Antrag auf einen Zuschuss von 1.000 DM vor, der sicherlich genehmigt wird. Die restliche Summe hat der Verein aus eigener Tasche bezahlt. 800 bis 900 Arbeitsstunden leisteten die Bärenbach Sportler freiwillig, um ihr Clubheim möglichst preiswert zu errichten. Anfang Juni war der Grundstein gelegt worden; jetzt konnten die Fußballer ihr eigenes Haus erstmalig beziehen.
Es war sicherlich ein froher Tag in der 20-jährigen Geschichte des FC Bärenbach. Es wurde nur eine provisorische Einweihungsfeier gemacht, denn die offizielle Einweihung mit Gästen soll erst 1970 stattfinden. Natürlich stand auch bei diesem freudigen Ereignis der Fußball im Vordergrund. Zwei Jugendmannschaften des FC spielten zunächst gegeneinander und dann traten, nachdem das Haus seiner Bestimmung übergeben war, zwei Alte-Herren-Auswahlmannschaften gegeneinander an.
Natürlich steht das neue Haus des FC auch dem zweiten Verein in Bärenbach, den Schützen, für Zusammenkünfte usw. zur Verfügung. Die beiden Vereine, so betonte Vorsitzender Gräf, verstehen sich sehr gut untereinander, da viele der FC-Mitglieder auch aktive Schützen sind und so mancher Schütze auch auf dem Sportplatz im FC-Trikot „schießt“.
In ihren Eröffnungsansprachen dankten Vorsitzender Gräf und der Bärenbacher Bürgermeister Bongard allen, die an der Errichtung des Hauses in irgendeiner Form mitgewirkt hatten. Das neue Haus, so meinte Gräf, wird dem FC Bärenbach sicherlich auch neuen Auftrieb geben. Daran zweifelt niemand, der gesehen hat, mit welcher Begeisterung die Jungen und die Alten dabei waren.“

Das Jahr 1969 war wieder für unsere Einwohner ein erfolgreiches Jahr. Für die Landwirte und auch für die Arbeiter gab es genügend Verdienstmöglichkeiten. Die Bautätigkeit kann man als gut bezeichnen. Am 8. Juni fanden die Kommunalwahlen statt. Es wurden drei Wahlvorschläge eingereicht. 192 Stimmen wurden abgegeben.

Wählergruppe 1 Josef Bongard: 106 Stimmen (5)
Wählergruppe 2 Kurt Faller: 37 Stimmen (1)
Wählergruppe 3 Herbert Fellenzer: 44 Stimmen (1)
In der Vertretung sind: Josef Bongard, Emil Franz, Karl Effgen, Herbert Fellenzer, Kurt Faller, Willi Kirst, Werner Dillmann.

An diesem Tag wurden auch der Kreistag und die Verbandsgemeindevertretung gewählt.
1) CDU: 101 Stimmen
2) SPD: 44 Stimmen
3) FDP: 27 Stimmen

Der Haushaltsplan der Gemeinde belief sich im ordentlichen Plan auf 21.600 DM. Die Friedhofshalle ist im Rohbau fertiggestellt. Es wurden auch noch einige Straßenstücke mit einer neuen Teerdecke versehen.

1970
Im September wurde die Friedhofshalle in einer Feierstunde ihrer Bestimmung übergeben. Die Volksschule wurde im Juli aufgelöst. Ab August müssen die Kinder nach Sohren zur Schule fahren. Man glaubt , dass sie dort mehr lernen und ihnen deshalb einmal ein besserer Lebensstandard ermöglicht wird. Die Zukunft wird es aber nur besser wissen. Durch den Bau der Mittelpunktschule in Sohren wurde die Gemeinde finanziell stark belastet. Bärenbach muss, nach Sohren und Büchenbeuren, anteilmäßig am meisten bezahlen. Dadurch war die Gemeinde gezwungen, einen Teil ihrer eigenen Interessen zurückzustellen. Hierbei denken wir an Baulanderschließung und an den Bau einer neuen Kanalisation, für die der Plan bereits genehmigt ist.

1971
Auch 1971 muss die Gemeinde ihr Rest fehlt !!

1972
Das Jahr 1972 ist für die Landwirtschaft ein recht ertragreiches Jahr gewesen. Trotz der steigenden Preise konnte man zufrieden sein. Es wurden vier neue Häuser gebaut: Armin Remmler, Siegfried Ahr, Manfred Klein und Georg Müller.
Die Gemeinde selbst konnte sich nur auf Reparaturen beschränken, da sie durch die Umlage zum Kreis und der Verbandsgemeinde um 100 % mehr belastet wird als früher im Kreis Zell und dem Amt Büchenbeuren.
Auch der Schulddienst für die Mittelpunktschule Sohren ist so groß, dass es noch lange dauern wird, bis die Gemeinde wieder an eigene Maßnahmen denken kann. An Staatszuschüsse ist kaum zu denken.

1973
Das Jahr beginnt schon gleich mit Preis- und Steuererhöhungen. Man bangt auch um die Arbeitsplätze. Durch den Flugplatz Hahn und die Möbelwerke Felke in Sohren kann man noch beruhigt in die Zukunft blicken. Es wird von den kleinen Bauern wieder mehr Wert auf die Landwirtschaft gelegt. In der Gemarkung Bärenbach liegt kaum Land, welches nicht bebaut wird.
Dass die Leute wenig Geld haben, merkt man in der Bauwirtschaft. Nur einer hat den Mut, mit dem Neubau eines Wohnhauses zu beginnen. Auch die Gemeindeverwaltung muss kürzer treten. De Haushalt ist nur sehr schlecht auszugleichen. So müssen auf der ganzen Linie Abstriche gemacht werden. Es wird sogar trotz starker Belastung der Landwirte auf die Anschaffung eines Jungbullen verzichtet, weil die nötigen Gelder nicht aufgebracht werden konnten.
Der Haushaltsplan im Jahre 1973 belief sich im ordentlichen Haushalt in den Einnahmen auf 203.310 DM und in den Ausgaben auf 208.310 DM. Die Einnahmen und Ausgaben im außerordentlichen Haushalt belaufen sich auf 9.300 DM.
Durch den regenarmen Sommer muss wieder mit dem Wasserverbrauch gespart werden. Um in Zukunft den Ort auch in trockenen Zeiten vor Wassersorgen zu bewahren, hat die Gemeindeverwaltung beschlossen, sich dem Wasserwerk Hunsrück II anzuschließen.

1974
Gerhard Fuhrmann löst Alfred Metz als Wehrführer der Feuerwehr Bärenbach ab.

1975
00.00.0000

1976
29.02.1976 Kindermaskenball.
Alfons Gräf wird Nachfolger des Verstorbenen Bürgermeisters Josef Bongard.

1977
„Vom Waschbrett zur modernen Waschstraße“
Hunsrücker Großwäscherei für über 5000 Betten (Zeitungsartikel)
„Es gibt einen neuen Superlativ auf dem Hunsrück: eine der größten und modernsten Waschstraßen der Welt ist kürzlich in dem kleinen bei Sohren gelegenen Dorf Bärenbach in Betrieb genommen worden. Es liegt fast 25 Jahr zurück, dass die Familie Busch, buchstäblich auf dem Waschbrett, damit begonnen hat, für die amerikanischen Soldaten des Fliegerhorstes Hahn die Reinigung der Wäsche zu besorgen. Heute ist aus diesem Unterfangen die „Hunsrücker Großwäscherei“ und eine Zentralwäscherei u. a. für 3400 Krankenhausbetten und 1000 Altenheimplätze im ganzen nördlichen Rheinland-Pfalz geworden; dazu ein Arbeitgeber für 80 Betriebsangehörige und ein Bauherr, der sich, der Nachfrage folgend, bis in dieses Jahr hinein Halle für Halle vergrößern musste.
Zur Eröffnung der neuen Waschstraße, eine der modernsten Einrichtungen dieser Art, die es überhaupt gibt, waren an die 100 Gäste nach Bärenbach gekommen. Die Familie Arthur Busch, mit vier Mitgliedern in der Führung des Unternehmens, krönte mit ihrer jüngsten Großinvestition einen 25-jährigen Werdegang aus kleinsten Anfängen heraus. Erste Kunden waren, wie gesagt, die Amerikaner. 1954 zog man aus der privaten Waschküche mit vier Angestellten und einem Waschautomaten um in den Bärenbache Gemeindesaal. Ende der 50er Jahre lohnte sich schon der Anbau einer Mini-Wäscherei an das Privathaus. Zu den Amerikanern vom Hahn gesellten sich inzwischen solche aus anderen amerikanischen Niederlassungen im Lande, sowie private Auftraggeber und die Bundeswehr.
In den Jahren 1960 bis 1964 entstanden die ersten der heutigen Betriebsgebäude. 1971 aber ging es erst richtig los als man mit Krankenhäusern Verträge abzuschließen begann. Der Arbeitsanfall für die vielen zwischen Mainz und Remagen gelegenen Krankenhausbetten wurde schließlich so groß, dass im vergangenen und diesem Jahr wieder bauliche Vergrößerungen vorgenommen werden mussten.
An der 75 Meter langen vorderen Betriebsfront werden täglich 6000 Kilogramm Schmutzwäsche, das sind 126 Tonnen im Monat, angefahren. Ein einziger Mann entleert die Beutel auf ein computergesteuertes Förderband, in dem sich die verschiedenen Wäschepartien genau trennen lassen. Die Zeit der manuellen Handhabung, der kohlenunterfeuerten Wasserkessel, Zentrifugen oder Waschschleudermaschinen sind vorbei. In Großwäschereien dieser Größenordnung wird die Wäsche durch ein kontinuierlich sich drehendes 12-Kammer-Waschrohr transportiert und damit nach und nach durch ebenso viele Waschgänge geleitet. Jede der Kammern fasst 50 Kilogramm Wäsche. Das Rohr reicht durch eine hermetisch abgeschlossene Barriere in die „reine Seite“ des Betriebes hinein. Anschließend wird das Waschgut durch Vor- und Hauptpresse in drei Trockner weitergegeben, die automatisch arbeiten und schon bei Eingabe der Wäscheparteien individuell vorprogrammiert wurden.
Vor den Trocknern herrscht reges Lebens, denn viele Frauen sind mit dem Umschlag der Wäsche und ihrer Eingabe in die drei Mangelstraßen, sowie in Hosen- und Kittelkabinett beschäftigt. Die fertige Wäsche wird an der Rückseite des Betriebes von den Kraftfahrzeugen aufgenommen. Eine Jahreskapazität von über 1500 Tonnen will transportiert werden! Zum Fuhrpark gehören ab Dezember zwei große Sattelzüge. Dazu zwei Kofferwagen und drei Eintonner-Kastenwagen.
Arthur Busch, Obermeister der Wäscherei-Innung Koblenz, ist das Wagnis seiner neusten Investition nicht ohne eingehende Informationen und Besichtigungen im europäischen Ausland und in den USA eingegangen. Zusammen mit seinem Schwiegersohn, dem Verfahrensingenieur K.R. Dauer, spielt er nun auf der „Klaviatur“ modernster Waschtechnik. 80 Mitarbeiter, davon 38 Teilzeitbeschäftigte, können sich auf einen sicheren Arbeitsplatz verlassen. Denn mit den Krankenhauskunden werden Verträge von fünf bis zehn Jahren Dauer abgeschlossen. Da sie 92 Prozent des Betriebsumsatzes abdecken, braucht die Hünsrücker Großwäscherei sich um den Anfall von Reinigungsgut vorerst nicht zu sorgen.“

1978

1979
15.04.1979 Osterball der Feuerwehr im Gemeindesaal.
00.06.1979 Kommunalwahl.

1980
07.01.1980
„“Kampf“ gegen Luftwaffe um Gemeinde-Land“
Bärenbach soll 53 Hektar an US-Fliegerhorst abtreten (Zeitungsartikel)
„Gegen Pläne der US-Luftwaffe, die 53 Hektar Land von der Gemeinde Bärenbach für militärische Einrichtungen haben will, wehrt sich der Gemeinderat, und er hat jetzt den CDU-Landtagsabgeordneten Walter Mallmann in seine Protestbemühungen eingeschaltet. Die US-Luftwaffe benötigt dieses Gelände – spätestens bis zum 01. Oktober 1981 – für Einrichtungen des Luftabwehr-Waffensystems „Roland“ zur Unterstützung des auf dem Fliegerhorst Hahn stationierten 50. Taktischen Jagdgeschwaders der Amerikaner.
Die Anforderung wird damit begründet, dass dieses Land für die Erstellung der Wartungsdiensteinrichtungen, die zur Unterstützung des geplanten Einsatzes des Luftabwehrsystems „Roland“ erforderlich sei, benötigt wird. Wegen der Sicherheitsabstandskriterien müsse die Stellung zum Schutze des Personals in beträchtlicher Entfernung angelegt werden. Es gebe kein Ersatzgelände, das den Bestimmungen über Sicherheitsabstände entspreche. Die Maßnahme sei für das militärische Bauprogramm im Haushaltsjahr 1982 vorgesehen. Dieses Begehren der Militärdienststellen wird durch den Gemeinderat der Gemeinde Bärenbach abgelehnt.
Im einzelnen werden hierzu folgende Einwände vorgebracht:
In der Ortsgemeinde Bärenbach wird zur Zeit ein Flurbereinigungsverfahren durchgeführt, das kurz vor dem Abschluss steht. Die Landzuteilung erfolgte 1977. Zur Zeit sind noch einige Widerspruchsverfahren, die u. a. auch Grundstücke des beanspruchten Gebietes betreffen, bei der Spruchstelle für Flurbereinigung anhängig. Zu keiner Zeit des Verfahrens wurde seitens der zuständigen Dienststellen die beabsichtigte Inanspruchnahme landwirtschaftlicher Nutzfläche geäußert. Der Ortsgemeinderat findet es deshalb unverständlich, unmittelbar nach der Neuordnung der Besitzverhältnisse mit dieser Forderung auf den Plan zu treten.
Im Falle der Durchführung dieser Maßnahme würden die Ziele der Flurbereinigung, die hohe Kosten verursacht haben, in Frage gestellt. Nach der Landwirtschaftszählung und Bodennutzungserhebung 1979 wurden von 24 Betrieben insgesamt 153,06 ha landwirtschaftliche Nutzfläche bewirtschaftet.
Bei der Inanspruchnahme von ca. 53 ha würde sich die Nutzfläche um ein Drittel auf ca. 100 ha verringern. Diesen Verlust an Eigenland bzw. Zupachtflächen würde für einige Betriebe die Existenzgefährdung bedeuten. Insbesondere würde sich dies für die Nebenerwerbsbetriebe, bedingt durch die Reduzierung der Arbeitsplätze auf dem Flugplatz und der Gefährdung der Arbeitsplätze der näheren Umge
ung, sehr nachteilig auswirken.
Eine Ausgleichsmöglichkeit für die betroffenen Betriebe durch Zupachtung von Flächen benachbarter Gemarkungen sei schon deshalb ausgeschlossen, da in den Nachbargemeinden Sohren und Lautzenhausen gleichzeitig Flurbereinigungen durchgeführt wurden und alle Freiflächen neu und außerdem noch langfristig verpachtet sind.
Der Schaden, den die landwirtschaftlichen Betriebe in Bärenbach bei der Durchführung der Maßnahme erleiden würden, könne in keiner Weise ausgeglichen werden.
Der Ortsgemeinderat hat in einem Brief von MdL Mallmann an den rheinland-pfälzischen Innenminister um Prüfung gebeten, ob die Möglichkeit besteht, die geplanten Wartungseinrichtungen innerhalb des Flugplatzgeländes anzusiedeln. So könnte u. E. das Gebiet der Freizeiteinrichtungen (Golfplatz, Pfadfinderlager u. ä.) hierfür in Anspruch genommen werden. Ersatzgelände für diese Einrichtungen neu anzusiedeln, stehe zwischen der Housing und der B 327 zur Verfügung. Als weitere Alternative schlägt der Ortsgemeinderat vor, die Einrichtungen in das Waldgebiet nordöstlich der L 194 zu verlegen. Dies hätte den Vorteil, dass keine landwirtschaftlichen Betriebe betroffen wären, und die Ortsgemeinden könnten durch Übereignung von Waldflächen aus der Staatsforstverwaltung in der Gemarkung Schwarzen entschädigt werden. Der Fliegerhorst Hahn will 53 Hektar Land der Gemeinde Bärenbach zur Erweiterung erwerben. Josef Lamby wäre am meisten davon betroffen, seine Landwirtschaftliche Existenz wäre gefährdet.
00.04.1980 Fahrt der Feuerwehr nach Mayerhofen im Zillertal/Österreich.
21.10.1980 Alle Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr erhalten eine Ausgehuniform.

1981
„Ortsdurchfahrt ist“ verkehrsgefährdend!“
(Zeitungsartikel)
„Zu einem Ortstermin hatte Bürgermeister Alfons Gräf den CDU-Landtagsabgeordneten Walter Mallmann eingeladen, um ihn an Ort und Stelle auf den verkehrsgefährdenden Zustand der Ortsgemeinde aufmerksam zu machen. Dabei bedankte sich der Bürgermeister für den Einsatz des Abgeordneten bei der Abwicklung der Dorferneuerungsmaßnahme. Doch könne diese beim derzeitigen Zustand der L 194 nicht als abgeschlossen bezeichnet werden.
Im Gespräch mit Bärenbacher Bürgern erfuhr Mallmann, dass man großes Verständnis für eingeschränkte finanzielle Verhältnisse der öffentlichen Hand habe. Die Notstände, wie in Bärenbach, müssten dennoch ausgeräumt werden. Mallmann hat sich inzwischen an den Präsidenten der rheinland-pfälzischen Straßenverwaltung und das zuständige Straßenbauamt gewandt. Dabei unterstützt er das Anliegen der Bürger und weist darauf hin, dass im Kreis mit großem Abstand die Ortsdurchfahrt Bärenbach die notwendigste Straßenbaumaßnahme darstellt. Der Zustand sei nicht nur lästig, sondern im höchsten Grad verkehrsgefährdend.“
Bürgermeister Alfons Gräf setzt sich enorm für den sofortigen Ausbau der L 194 bei der Landesregierung in Mainz ein.

„Lösung für Bärenbach in Sicht“ (Zeitungsartikel)
Abgeordneter Mallmann erreicht Kompromiss für Straßenbau
„Seit zwei Wochen bemüht sich der CDU-Landtagsabgeordnete Walter Mallmann, das „größte Problem der Ortsgemeinde Bärenbach“, den Ausbau der L 194 in der Ortsdurchfahrt, lösen zu helfen. Im Rahmen von Maßnahmen der Dorferneuerung seien zuletzt die Kanalbauarbeiten abgeschlossen worden. Danach befinde sich die Ortsdurchfahrt in einem verkehrsgefährdenden Zustand, so der Abgeordnete. Ortsbürgermeister Gräf habe ihn um Hilfe gebeten, damit sich dieser Missstand bald änderte.
Die Baumaßnahme ist im Programm des Landes Rheinland-Pfalz für 1981 und 1982 terminiert. Doch reichen die veranschlagten Haushaltsmittel nicht aus, um alle dringlichen Ausbauarbeiten in der beabsichtigten Zeit durchzuführen. Außerdem raten die Straßenbaufachleute wegen des Setzungsprozesses ein Jahr nach den Kanalarbeiten die Straße auszubauen, teilte Mallmann mit.
Er wolle alles berücksichtigen und dennoch den unerträglichen Zustand für die Bärenbacher Bürger beseitigt wissen. Seine Bemühungen hätten ergeben, dass die größten Löcher in der Straße provisorisch verfüllt wurden. Eine wesentliche Besserung würde dadurch, wie sich der Abgeordnete selbst überzeugte, nicht erreicht.
Nach Verhandlungen mit der Straßenverwaltung Rheinland-Pfalz zeichne sich nun eine Lösung des Problems ab. „Es wird mit allen Mitteln versucht, noch in diesem Jahr die Ausschreibung und Vergabe zu erreichen“, erklärte Mallmann in einem Gespräch mit Verbandsbürgermeister Carsten Koppke und Ortsbürgermeister Alfons Gräf. Weiterhin will er sich bemühen, dass bereits Mittel zum Baubeginn 1981 bereitgestellt werden. Der Hauptteil der Maßnahme werde allerdings aus den genannten Gründen erst im kommenden Jahr zur Ausführung kommen.“

09.08.1981: Feuerwehrfest in Bärenbach

1982
Brandeinsatz Landwirtschaftliches Anwesen Berthold Bongard Hauptstraße
6.05 Uhr Erste Bemerkungen vorbeifahrender Verkehrsteilnehmer.
6.10 Uhr Das Dach der Scheune flog in die Luft. Ausbrechen der Flammen.
6.20 Uhr Sirenenarlarm in Bärenbach, sowie bei der Stützpunktfeuerwehr in Sohren.
6.25 Uhr Feuerwehr Bärenbach als erste am Einsatzort.
6.30 Uhr Eintreffen und Unterstützung durch Feuerwehren Sohren/Büchenbeuren und des Flugplatzes Hahn (Wassertransporte).
Osterball der Feuerwehr Bärenbach.
19.09.1982 Feuerwehrfest in Bärenbach
xx.xx.xxxx MDL W. Mallmann teilt Gemeindeverwealtung mit das der Geographische Landesmittelpunkt in unserer Gemeinde liegt.

„Der geographische Mittelpunkt liegt in 6541 Bärenbach/Hunsrück“
(Zeitungsartikel)
„Der geographische Mittelpunkt des Landes Rheinland-Pfalz liegt im Hunsrück – in der Ortsgemeinde 6541 Bärenbach, die zur Verbandsgemeinde Kirchberg im Rhein-Hunsrück-Kreis gehört. Dies teilte in Mainz der CDU-Landtagsabgeordnete Walter Mallmann (Simmern) mit. Damit steht die Lösung des Preisausschreibens fest, das Mallmann zur Findung des geographischen Mittelpunktes von Rheinland-Pfalz veranstaltete. Der CDU-Politiker äußerte sich zufrieden über die Zahl der Teilnehmer (über 1.000) und auch das hohe Maß richtiger Einsendungen habe ihn beeindruckt, erklärte Mallmann. Die Gewinner, unter anderem der des Hauptpreises – eine Ferienwoche für zwei Personen in Bärenbach – werden am 01.12.1982 von Ministerpräsident Dr. Bernhard Vogel durch das Los ermittelt. Im Rahmen einer Feierstunde, die von der Gemeinde Bärenbach und ihren Vereinen veranstaltet wird, soll dann der Mittelpunkt offiziell proklamiert werden. Gleichzeitig erhalten die Gewinner aus der Hand des Ministerpräsidenten ihre Hauptgewinne.“

„Mittelpunkt“ (Zeitungsartikel)
„Der geographische Mittelpunkt von Rheinland-Pfalz liegt in dem Dorf Bärenbach in der Verbandsgemeinde Kirchberg (Rhein-Hunsrück-Kreis). Mehr als 1000 Bürger hatten sich an einem vom CDU-Landtagsabgeordneten Walter Mallmann (Simmern) veranstalteten Preisausschreiben beteiligt, in dem nach dem Zentrum des Bundeslandes gefragt wurde. Ministerpräsident Dr. Bernhard Vogel (CDU) will am 01. Dezember in Mainz die Gewinner des Wettbewerbs auslosen. Die Gemeinde Bärenbach will an diesem Termin auch offiziell ihre neue „Zentral“-Ehre proklamieren. Während der Feier wird der Regierungschef die Hauptsgewinne – unter anderem eine Ferienwoche für zwei Wochen in Bärenbach – überreichen. Der CDU-Politiker Mallmann, selbst eingefleischter Hunsrücker, hatte sich, ehe er das Preisausschreiben auslobte, vom Landesvermessungsamt und der Staatskanzlei in Mainz die Lage Bärenbachs bestätigen lassen.
Übrigens: Von mehr als 1000 Einsendungen lagen 473 richtig mit ihrer Angabe Bärenbach, 95 Prozent trafen in den Raum, hatten aber benachbarte Gemeinden angegeben.“

01.12.1982
„Ein zünftiges Dorffest im Landes-Mittelpunkt“ (Zeitungsartikel)
Bärenbach feierte mit prominenten Gästen
„Seit Mittwochabend hat es der Bärenbacher Bürgermeister vom Ministerpräsidenten Dr. Bernhard Vogel sogar schriftlich: Der Mittelpunkt von Rheinland-Pfalz liegt auf der Gemarkung Bärenbach und zwar genau auf sieben Grad, 18 Minuten, 37,5 Sekunden östlicher Länge und 49 Grad, 57 Minuten, 18,5 Sekunden nördlicher Breite! Das Landesvermessungsamt ermittelte den Punkt genau, nachdem der Simmerner CDU-Landtagsabgeordnete in einem Preissausschreiben nach der Suche nach dem rheinland-pfälzischen Zentrum aufgefordert hatte.
Dies war natürlich Grund genug für die Bärenbacher, zusammen mit ihren Freunden aus den Nachbargemeinden und vom US-Flugplatz Hahn und zahlreichen Ehrengästen ein zünftiges „Hunsrücker Dorffest“ im Gemeindehaus zu feiern.
Etwas gedrückt war die Feststimmung noch zu Beginn des Abends durch die Nachricht, dass am gleichen Abend in der Nähe von Raversbeuren eine „F-16“ vom Fliegerhorst Hahn abgestürzt war. Wenige Minuten bevor der Ministerpräsident in Bärenbach eintraf, verließen der Base-Commander und seine Begleitung, die ebenfalls Gäste des Mittelpunktabends waren, den Bärenbacher Gemeindesaal und eilten zum Unglücksort. Etwa eine Stunde später kehrte der Base-Commander zurück mit der beruhigenden Nachricht, dass dem Piloten der Maschine nichts ernsthaftes passiert sei, was von den Festgästen mit erleichtertem Beifall aufgenommen wurde.“

26.11.1982 Bestätigung des Ministerpräsidenten Dr. B. Vogel.Großes Dorffest im Gemeindesaal.
Gäste: Ministerpräsident Dr. B. Vogel ; Landrat Dr. A. Jäger ; Verbandbürgermeister C. Koppke
MDL W. Mallmann, sowie Teilnehmer vom benachbarten Flugplatz Hahn.

1983
Ein Stein kennzeichnet die Stelle, dort wo genau in 07 18 37,5 Grad östlicher und 49 57 18,5 Crad nördlicher Breite der geographische Mittelpunkt liegt. Die Amerikaner helfen ihn setzen. Mit dabei: Verbandsbürgermeister Koppke und Bürgermeister Gräf.
Feuerwehreinsatz bei P. Konen und E. Herrmann
Ca. 18.00 Uhr Es zog ein schweres Gewitter über das Dorf auf.
18.25 Uhr Blitzeinschlag in Scheune Konen.
18.30 Uhr Sirenenarlarm in Bärenbach, sowie bei der Stützpunktfeuerwehr in Sohren.
18.35 Uhr Eintreffen und Unterstützung durch Feuerwehren Sohren/Büchenbeuren.
20.00 Uhr Brand unter Kontrolle. Abzug der Feuerwehren Sohren/Büchenbeuren.

Einweihung des Landesmittelpunktes an seiner eigentlichen Stelle.
Festzug vom Gemeindesaal durch das ganze Dorf. Beteiligung aller örtlichen Ortsvereine, und der Bevölkerung.
xx.xx.xxxx Theater Mittelrhein.Baubeginn des neuen Feuerwehrhausses.
00.09.1983 Vereinsausflug der Feuerwe
r nach Todtnauberg/Schwarzwald.
Kirmes im Gemeindesaal durch den FC Bärenbach.

1984
100 Tore durch C-Jugend des FC Bärenbach erziehlt.
Kommunalwahl.
01.09.1984 Ein Kradfahrer in der Schulstraße an der Einfahrt zum Sportplatz beim Zusammenstoß eines PKW, sowie seines Krad schwer verletzt.

1985
14.07.1985 Bei einer Übung der Jugendfeuerwehr fiel ein Kamerad von Tragkraftspritzenanhänger herunter und wurde dabei am Kopf schwer verletzt.
21.07.1985 Sommernachtsball und Mittelpunktfest.
Theater Mittelrhein.
Öl vom Flugplatz-Hahn im Rückhaltebecken gefunden.

1986
27.06.1986 Thema Straßenbau in der Gemeinde.
Ausbau von: Im Grund / Gartenstraße / Schulstraße
Busch’s Hecke fiel der Schulstraße zum Opfer.
Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses in der Saalstraße.
Bauzeit Teils in Eigenleistung durch Feuerwehr seit August 1983.
00.09.1986 Fahrt der Feuerwehr nach Berlin.

1987
Deutsche und amerikanische Jäger pflegen im Gasthaus zum Wiesengrund ihre Freundschaft.
Ruhiger Mittelpunkt.CDU Fraktionsvorsitzender MDL H. O. Wilhelm zu Gast im Gasthaus zum Wiesengrund.
19.04.1987 Osterball der Feuerwehr.Wanderpokalschießen im Schützenhaus.
05.07.1987 Mittelpunktfest.
Stärkste Frau, sowie stärkster Mann ( P. Konen ) ermittelt.
Eine Brücke über dem Bärenbach zwischen Sohren und Bärenbach entsteht. Spätere Ortsumgehung Sohren B50.
09.08.1987 Feuerwehrfest.Heimatabend im Gemeindesaal.Herbstmanöver der US-Armee im Bärenbacher Wald.
Konfrontation mit der Friedensinitiative.
00.11.1987 Martinszug.Verkehrsunfall auf der L194 zwischen Bärenbach und Sohren.
00.11.1987 Volkstrauertag Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal.

1988
08.01.1988 Generalversammlung der Feuerwehr.
03.04.1988 Letzter Osterball der Feuerwehr im Gemeindesaal.
Ostern 1988 Brandstiftung! Heu in Flammen.Gegen 2.30 Uhr Brand des Landwirtschaftlichen Anwesens Berthold Bongard unterhalb des Schützenhauses.
Mittelpunktfest mit Fahnenweihe des Schützenvereines Adler Bärenbach.
14.08.1988 Feuerwehrfest.
Wanderung des CDU Kreisvorsitzenden Prof. K. Töpfer zum Mittelpunkt.
00.09.1988 Fahrt der Feuerwehr nach München.
Heimatabend im Gemeindesaal FC Bärenbach.Martinszug.
13.11.1988 Volkstrauertag Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal.

1989
Generalversammlung der Feuerwehr.
05.02.1989 Kindermaskenball ( Sportverein ).
Einweihung des neuen Rasen-Sportplatzes.mit 40-jährigem Vereinsjubiläum des Sportvereines FC Bärenbach.
Kreisjugendzeltlager der Jugendfeuerwehren des Rhein-Hunsrück-Kreises am Landesmittelpunkt in Bärenbach.
Kommunalwahl.
Peter Konen ist neuer Ortsbürgermeister.
Wegebau im Wald mit Bauschutt vom Flugplatz Hahn.
13.08.1989 Feuerwehrfest.
Erstes Kaisergartenfest der Bewohner des Ortsteil’s Höfchen.
Martinszug.
19.11.1989 Volkstrauertag Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal.

1990
12.01.1990 Generalversammlung der Feuerwehr.
11.02.1990 Fahrt der Feuerwehr in die Eissporthalle Mainz.
25.02.1990 KEIN KINDERMASSKENBALL wegen Gemeindesaalumbazu.
Mitgliedsversammlung mit MDL G. Neubauer im Gasthaus Zum Wiesengrund.
Verkehrsunfall zwischen Bärenbach und Sohren.
Einweihung des neuen Tennisplatzes des Sportverein FC Bärenbach.
12.08.1990 Feuerwehrfest.
Jubiläumsfeuer des CDU Ortsverbandes Sohren-Büchenbeuren.
Waldjugendspiele in der Gemarkung Bärenbach.
10.11.1990 Martinszug.
Stammtischgespräch CDU / DGB / ÖTV im Gasthaus Wiesengrund.
18.11.1990 Volkstrauertag Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal.
Anfrage an alle Haushalte.
Anschluss an Breitbandkabel.

1991
11.01.1991 Generalversammlung der Feuerwehr.
Generalversammlung des FC Bärenbach im Backhaussaaal.
10.02.1991 KEIN KINDERMASSKENBALL wegen Golf Krieg in Nahost.
Die ersten 15 orangefarbenen Arbeitsuniformen werden der Feuerwehr Bärenbach zur Verfügung gestellt.
Fahrt der Feuerwehr nach Altenkirchen / Westerwald.
11.08.1991 Feuerwehrfest.
Übung der Feuerwehren Bärenbach, Simmern und Sohren-Büchenbeuren in der Wäscherei Busch.Gefahr mit chemischen und explosiven Stoffen.
25-Jähriges Vereinsjubiläum des Schützenvereines Adler im Gemeindesaal.
00.09.1991 Ausflugsfahrt der Feuerwehr nach Nassereith / Österreich.
Unfallflucht eines Verkehrsteilnehmers zwischen der B327 und Bärenbach.
Martinszug.
17.11.1991 Volkstrauertag Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal.

1992
10.01.1992 Generalversammlung der Feuerwehr.
Erster Gemeindeabend mit Bürgerversammlung im Gemeindesaal.
23.02.1992 Kindermaskenball ( Feuerwehr ).
Erste Waldjugendspiele der 3. und 7. Schulklassen im Bärenbacher Wald.
Elektrischer Defekt in der Scheune Berthold Kosteki. Kleiner Brand durch Feuerwehr Sohren-Büchenbeuren gelöscht.
09.08.1992 Feuerwehrfest.
Zweites Kaisergartenfest im Höfchen.
Gegen 6.10 Uhr brannte die Scheune Berthold Kostecki bis auf die Grundmauern ab.
Einsatz durch Feuerwehr Bärenbach und Stützpunktfeuerwehr Sohren-Büchenbeuren.
Martinszug.
15.11.1992 Volkstrauertag Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal.

1993
Generalversammlung der Feuerwehr.
14.02.1993 Kindermaskenball ( Schützenverein ).
Bürgerversammlung im Gemeindesaal.
01.07.1993 Alte PLZ 6541 abgelöst durch neue PLZ 55483.
10 Jahre Mittelpunkt: Jubiläumsfest.
Waldjugendspiele in der Gemarkung Bärenbach.
Keller bei Lipowsky ausgepumpt.
08.08.1993 Feuerwehrfest.
22.10.1993 Gründung des Feuerwehrfördervereines. 1. Vorsitzender Gerhard Fuhrmann.
Martinszug.
14.11.1993 Volkstrauertag Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal.

1994
24.01.1994 Wirbelsäulengymnastik im Gemeindesaal FC Bärenbach.
13.02.1994 Kindermaskenball ( Sportverein ).
26.03.1994 Bürgerversammlung im Gemeindesaal.
02.04.1994 Einweihung des neuen Sporthauses.
Aufhebung der Poststelle Dieter Müller. Zustellung jetzt aus Sohren.
Kleinbrand in Scheune Zum Backesberg 1 ( Kneißler ).
10 Jahre Jugendfeuerwehr Bärenbach. Festlichkeit im Gemeindesaal.
19.05.1994 Waldjugendspiele in der Gemarkung Bärenbach.
Kommunalwahl.
11.08.1994 Feuerwehrfest.
Martinszug.
Volkstrauertag Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal.
15.11.1994 Dienstag vor Bus- & Bettag Generalversammlung Feuerwehr.

1995
Altpapier in Nebenstraßen durch Eisglätte nicht abgefahren.
17.01.1995 Wirbesäulengymnastik im Gemeindesaal FC Bärenbach.
26.02.1995 Kindermaskenball ( Feuerwehr ).
Bürgerversammlung im Gemeindesaal.
Waldjugendspiele in der Gemarkung Bärenbach.
00.07.1995 Brandweiherreinigung durch die Feuerwehr.
13.08.1995 Feuerwehrfest.
Postzustellung jetzt aus Kirchberg.
00.09.1995 Ausflugsfahrt der Feuerwehr ins Ammerland / Westerstede in Ostfriesland.
02.10.1995 Reh flüchtete bei durchgeführter Treibjagd nach Bärenbach.
Unfall mit Militär-LKW bei Bärenbach auf der B327.
11.11.1995 Martinszug.
19.11.1994 Volkstrauertag Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal.
29.12.1995 Generalversammlung Feuerwehr Bärenbach für das Jahr 1996.

1996
Werner Roth, Beigeordneter der Gemeinde Bärenbach verstarb.
18.02.1996 Kindermaskenball ( Schützenverein ).
Bürgerversammlung im Gemeindesaal.
Drogenrazzia in der Südstraße 4.
Anti Rave Party des Jugendclub Hahn auf dem Mittelpunkt.
Waldjugendspiele in der Gemarkung Bärenbach.
01.09.1996 Feuerwehrfest mit Tanz.
Weitester Luftballon in Dänemark gelandet.
Cassettenrecorder an Kindergarten Sohren gespendet.
Martinszug.
17.11.1996 Volkstrauertag Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal.

1997
09.02.1997 Kindermaskenball im Gemeindesaal ( Sportverein ).
14.02.1997 Generalversammlung Feuerwehr Bärenbach.
Bürgerversammlung im Gemeindesaal.
12.07.1997 Feuerwehrhaus als Jugendraum für die Dorfjugend.
Waldjugendspiele in der Gemarkung Bärenbach.
Feuerwehrfest
Ausflugsfahrt der Feuerwehr Bärenbach nach Völklingen, Saarbrücken und Pünderich.
44 Jähriger aus Bärenbach auf Anklagebank beim Landgericht in Bad Kreuznach.
Martinszug.
16.11.1997 Volkstrauertag Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal.

1998
Generalversammlung Feuerwehr Bärenbach.
22.02.1998 Kindermaskenball im Gemeindesaal ( Feuerwehr ).
Bürgerversammlung im Gemeindesaal.
Goldene Heochzeit bei Eheleuten Erich Herrmann.
13.06.1998 6. Platz beim Kochen beim Landeswettbewerb gemacht: Nadine Allmendinger.
Waldjugendspiele in der Gemarkung Bärenbach.
Neubaugebiet Im Katzenweiher. Aufstellung des Bebauungsplanes.
23.08.198 Feuerwehrfest.
09.09.1998 Versteigerung eines Düngefasses eines Bärenbacher Landwirtes.
Martinszug.
15.11.1998 Volkstrauertag Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal.

1999
Bergung eines PKW auf der L194 zwischen Bärenbach und der B327.
22.01.1999 Generalversammlung Feuerwehr Bärenbach.
00.01.1999 Delegierte vom Schützenkreis Rhein-Hunsrück tagten im Bärenbacher Schützenhaus
.Rohre für dem Bau der zweiten Gasleitung zwischen Italien und Holland werden auf der Bärenbacher Gemarkung gelagert.
14.02.1990 Kindermaskenball im Gemeindesaal ( Schützenverein ).
24.02.1999 Außergewöhnlich viel Schnee gab es im Februar diesen Jahres.
Bürgerversammlung im Gemeindesaal.
Viel Durchgangsverkehr durch das Dorf weil die B327 Hunsrückhöhenstraße wegen Forstarbeiten zwischen den Abzweigungen B50 und L194 gesperrt wurde.
Waldjugendspiele in der Gemarkung Bärenbach.
13.06.1999 50 Jähriges Vereinsjubiläum des Sportvereines FC Bärenbach.
Kommunalwahlen.
07.07.1999 Marina Franz, ein Mathe-As aus unserem Ort.
Fußballturnier und Discoveranstaltung der Dorfjugend.
Feuerwehrfest.
Martinszug.
20.11.1999 Volkstrauertag Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal.
08.12.1999 Feuerwehr Bärenbach zum Hilfeeinsatz im Sägewerk Kunz, Sohren alarmiert.

2000
Generalversammlung.
Nach 25 Jähriger Tätigkeit gibt Gerhard Fuhrmann den Wehrführer ab.
05.03.2000 Kindermaskenball ( Sportverein ).
Bürgerversammlung im Gemeindesaal.
Drei Jugendfußballer des FC Bärenbach verlieren bei einem tragischen Verkehrsunfall auf der B327 bei Ehr ( Emmelshausen ) ihr Leben.
9. Waldjugendspiele in der Gemarkung Bärenbach.
21.05.2000 Tag der offenen Tür in der Ergotherapiepraxis U. Wild.
00.07.2000 Nach starkem Regen 2 x Keller bei Linn und Ha. Kostecki ausgepumpt.
20.08.2000 Feuerwehrfest.
Verbandsgemeindepokalschießen im Schützenhaus Bärenbach.
Monatsversammlung der SPD Ortsverein Sohren im Gasthaus Wiesengrund Bärenbach.
31.08.2000 Wolfgang Kimmling in der HZ bei Land & Leute.
Martinszug.
19.11.2000 Volkstrauertag Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal.
Bürgermeisterwahl nach Rücktritt von P. Konen.
Thomas Stein gewinnt mit 155 Stimmen gegen Gerlinde Weirich mit 62 Stimmen und Friedhelm Kostecki mit 23 Stimmen.


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